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Silberlorbeer für Fahrsportler Warneck

Geschrieben von Wille am .

Sportminister Friedrich überreichte Sebastian Warneck die höchste Auszeichnung für Sportler in Deutschland - Foto: WilleSportminister Friedrich überreichte Sebastian Warneck die höchste Auszeichnung für Sportler in Deutschland - Foto: WilleBerlin – Franz Beckenbauer hat es, Boris Becker hat es und die tolle Biathletin Magdalena Neuner ebenfalls. Seit Dienstag kann sich nun auch Sebastian Warneck damit schmücken, und zwar mit dem Silbernen Lorbeerblatt, der höchsten Auszeichnung, die es im deutschen Sport zu erreichen gibt. Verliehen bekam es der Mannschafs-Weltmeister und WM-Zweite in der Einzelkonkurrenz von 2007 im Hotel Kempinski-Bristol in Berlin durch den Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, der auf Vorschlag des Bundespräsidenten Joachim Gauck an diesem Tag insgesamt 128 Athleten und Athletinnen aus der ganzen Republik ehrte, die auf internationaler Ebene Großes vollbracht haben.

„Natürlich freue ich mich sehr darüber, denn das ist doch eine schöne Anerkennung meiner erzielten Leistungen“, meinte der sechsfache Deutsche Meister, der in Dabendorf groß geworden ist, für den Pferdehof Nunsdorf startet, jetzt in Potsdam wohnt und als Staatsanwalt derzeit am Kriminalgericht in Berlin-Moabit arbeitet. Dort hatte er am Vormittag auch noch eine Eilsache in einem Betrugsstrafverfahren zu erledigen, ehe er zu dem Festakt am Kurfürstendamm aufbrechen konnte. Im Anschluss an die Feststunde unterhielt er sich noch ein Weilchen mit einigen Kollegen aus der Fahrsport- und Voltigierszene, ehe er sich in sein Auto setzte, um nach Lähden zu fahren, wo er am Wochenende mit seinem jungen Gespann Alexander und Alfred an den Start gehen wird.

 

Vom Drachenfliegen über das Rollkunstlaufen bis hin zur Lateintanz-Formation reichte die Palette jener Sportarten, die normaler Weise nicht im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen und für Schlagzeilen sorgen. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes Dr. Thomas Bach erklärte jedoch, dass es richtig und wichtig ist, auch sie zu würdigen, denn sie gehören nun einmal zur breit aufgestellten Kulturlandschaft in Deutschland. „Ganz gewiss engagieren sich jene Männer und Frauen, die gute Botschafter unseres Landes sind, genauso stark in ihren Disziplinen, wie es die Stars tun, die immer und überall im Rampenlicht stehen.“

Besonders hob Bach in seiner Rede die Moderne Fünfkämpferin Kim Raisner aus Berlin hervor, die selbst Staffelweltmeisterin war und jetzt als Trainerin Weltklasse-Athletinnen formt, so Lena Schöneborn, die in Peking Olympia-Gold gewann. Auch Eric Walter, der 2007 den Einzeltitel holte, bekam das Silberne Lorbeerblatt, das auf eine Idee des Bundespräsidenten Theodor Heuss zurückgeht, die diese Auszeichnung vor 62 Jahren geschaffen hatte.