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Titanen Postkutschen erobern Sanssouci
Furioser Auftakt der 11. Titanen der Rennbahn, acht historische Postkutsche starteten am Neuen Palais ihren über 40 Kilometer lange Tour von Potsdam nach Beelitz - Foto: SchöningPotsdam - Clock zehn Uhr, pünktlich zum Schlag der alten Uhr auf dem Neuen Markt, standen am 17. Juni abfahrbereit acht historische Postkutschen mit ihren Passagieren, von denen viele passende Kostüme trugen. Doch die Friedrich Tour zu Ehren des 300. Geburtstages des großen Preußenkönigs begann erst einmal mit einem reichhaltigen Postkutscherimbiss auf einem der am besten erhaltenen barocken Plätze Europas. Nach dem Segen des Brücker Pastors Helmut Kautz begab sich die viel bestaunte und mit Beifall bedachte Postkutschen-Karawane auf 40 Kilometer zur letzten, gut erhaltenen preußischen Posthalterei nach Beelitz. Vorn weg ritt als brillante Inkarnation des Alten Fritz Michael Rüdiger Budeck aus Hornow auf der 12 jährigen Haseloffschen Bolognese Stute Marquise. Er war das Fotomotiv der vielen Touristen am Neuen Palais, besonders wie stets der Japaner. Selbst die Security Männer in Schwarz öffneten erstaunt und ohne Widerspruch das schmiedeeiserne Tor zur Friedrich Residenz. Dass der Preußen Tross angemeldet war, hatte sich zu ihnen nicht rumgesprochen. Unterwegs wurden alle Teilnehmer der Friedrichtour exzellent auf dem Spargel- und Erlebnishof Klaistow bewirtet. Die Pferde hatte bei frischem Wasser so für eineinhalb Stunden Verschnaufpause. Gegen 18 Uhr wurde die gelbe Karawane zu Posthornklängen und Blasmusik vor der Alten Posthalterei in Beelitz empfangen. Bürgermeister Bernhard Knuth sprach wohl allen aus dem Herzen, als er von starken Eindrücken und romantischen Gefühlen während der Postkutschenfahrt sprach. „Wir sind toll in Potsdam gestartet und grandios und sicher in der Spargelstadt gelandet“. Noch ganz begeistert lud er alle zu einem vergnüglichen Abend auf dem Hof der Alten Posthalterei bei Freibier und Grillwurst ein. Auch der Alter Fritz lobte in der sprachlichen Diktion der Preußenkönige Land und Leute, die schön sanierte Stadt Beelitz und die Organisatoren der einmaligen 40 Kilometerreise der Langsamkeit sowie der 11. Titanen der Rennbahn am 23. und 24. Juni in Brück. Auf dem schwarzen preußischen Adler über dem Tor der Post-Relaisstation blickend, meinte er schmunzelnd: „Wenn das Landessymbol so glänzt, dann ist Preußen noch nicht verloren!“. An der historischen Postkutschen Parade nahmen teil Fritz Ehrensperger aus Axams/ Österreich ( Mail Coach, Modell um 1850), Michael Egetemeyr mit der Schweizer Gotthardt Postkusche (Berline mit Coupé, Modell um 1880), Frank Geier aus Dresden ( Mail Coach, Modell um 1850), Michael Weidensdorfer aus dem Tharandter Wald in Sachsen (Sächsisch königliche Mail Coach, Modell um 1850), Helmut Deutschkrämer aus Mecklenburg-Vorpommern (Mail Coach, Modell um 1806), Obergestütswärter Klaus Eckert aus dem Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt ( Mail Coach, Modell um 1806), Martin Meier aus Fredersdorf bei Belzig (Mail Coach, Modell um 1850) und der Kaltblutzucht- und Sportverein aus Brück ( Berline mit Coupé, Modell um 1870).





