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London 2012: Deutsches Dressurteam gewinnt Silber
London/GBR - Die Erleichterung stand ihnen ins Gesicht geschrieben: Helen Langehanenberg, Kristina Sprehe und Dorothee Schneider haben die olympische Silbermedaille gewonnen. Olympiasieger auf dem Dressurviereck wurden die Briten, die niederländische Equipe ritt zu Bronze.
„Das waren großartige Leistungen. Die Reiterinnen und die Pferde haben ihre gute Form aus dem Grand Prix mit in den Special genommen. Dieses junge und neue Team hat sich phantastisch auf olympischem Parkett bewährt“, lobt Bundestrainer Jonny Hilberath und freute sich aufrichtig über die Silbermedaille „seiner Mädchen“. Von Gold zu träumen war zwar erlaubt, aber realistisch nur unter der Voraussetzung, dass die starken britischen Paare grobe Fehler gemacht hätten oder eines der Teampferde ausgefallen wäre.
London 2012: Dramatisches Stechen um Springreiter-Gold - Großbritannien vor den Niederlanden und Saudi Arabien
Das britische Goldteam - Foto:FEI/Kit HoughtonLondon/GBR - Der Jubel der 23 000 Zuschauer im Stadion wollte kein Ende nehmen, als die britische Springreiterequipe die Goldmedaillen in Empfang nahm. Das Team um Nick Skelton hatte sich in einem dramatischen Stechen gegen die Niederländer durchgesetzt.
Breido Graf zu Rantzau, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, zollte höchstes Lob: „Das war großartiger Sport, wir gratulieren der britischen Mannschaft zu Gold. Das Team hat Herausragendes geleistet und wird als würdiger Olympiasieger in die Geschichte eingehen. Unsere Glückwünsche gelten auch den Niederländern und den Reitern aus Saudi Arabien, die den anspruchsvollen Wettbewerb mit verdienten Medaillen beendet haben.“
London 2012: Erste Qualifikation mit Höhen und Tiefen - Deutsches Sportpferd Kiamon und Werner Muff fehlerfrei
Glänzender Auftakt für den Schweizer Werner Muff auf seinem Kolibri-Sohn Kiamon - Foto: LafrentzLondon/GBR - Es hatte so gut für die deutschen Springreiter begonnen: Die erste Qualifikation absolvierten Janne-Friederike Meyer auf Lambrasco und Meredith Michaels-Beerbaum auf Bella Donna fehlerfrei, Marcus Ehning und Plot Blue beließen es bei einem Zeitfehler. Der Pechvogel des Tages war Christian Ahlmann. Mit Codex One kassierte er 15 Fehlerpunkte. Mit diesem Ergebnis verpasst er die Qualifikation fürs Einzelfinale, kann aber morgen im Nationenpreis starten.
Bundestrainer Otto Becker blieb nach Christian Ahlmanns Ritt gelassen: „Ich hätte mir gewünscht, dass dieses Mal alles glatt läuft. Bis zu dem ersten Abruf war Codex One sehr gut unterwegs.“ Sorgen um den Nationenpreis, der morgen und übermorgen auf dem Programm steht, macht sich Becker nicht. „Nein, man darf das jetzt nicht überbewerten. Pferd und Reiter sind sehr routiniert, beide sind gut drauf.“ Christian Ahlmann konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. Bis auf die letzten beiden Hindernisse überzeugte das Paar, dann fiel an einem Steilsprung die Stange, direkt anschließend kassierte der Hengst einen Fehler beim Einsprung in die zweifache Kombination, fand dann nicht mehr den Absprung und verweigerte. Ahlmann: „Ich glaube, er hat sich erschrocken. Umso froher bin ich, dass er bei der Wiederholung die Kombination sehr gut gesprungen ist.“ Die Teilnahme am Einzelfinale hat Christian Ahlmann mit diesem Ergebnis allerdings verpasst.
London 2012: Tiefe Enttäuschung im deutschen Springteam - Schweizer Reiter mit Kolibri-Sohn Kiamon weiter auf Erfolgskurs
London - Nach Teamgold bei der vorangegangenen Welt- und Europameisterschaft ist die Siegesserie der deutschen Springreiter bei den Olympischen Spielen in London abgerissen. Mit zwölf Fehlerpunkten im ersten Umlauf des Nationenpreises schied das Quartett aus. Allerdings können Janne-Friederike Meyer, Marcus Ehning und Meredith Michaels-Beerbaum noch um die Einzelmedaillen kämpfen.
Bundestrainer Otto Becker gab sich keine Mühe, seine Enttäuschung zu verbergen. „Das ist bitter, da brauchen wir gar nicht lange drumrum zu reden.“ Die deutschen Springreiter haben die Qualifikation für den zweiten Umlauf des Nationenpreises, der über die Mannschaftsmedaillen entscheidet, verpasst. Keinem der vier Reiter gelang eine fehlerfreie Runde. „Wir hätten zumindest eine Nullrunde gebraucht, um weiter zu kommen, aber das haben wir leider nicht geschafft“, so Becker. Dem Team könne er jedoch keinen Vorwurf machen, alle hätten ihr Bestes gegeben. „Wir hatten schon die ganze Saison über Pech, und in Aachen lief es auch nicht rund. Nachdem wir in den vergangenen Jahren einen Superlauf, aber jetzt hat uns das Glück verlassen“, sagte der Bundestrainer.
London 2012: Dressurteam nach Grand Prix auf Platz zwei - Briten führen mit knappem Vorsprung, Niederländer Dritte
Helen Langehanenberg mit Damon Hill im olympischen Viereck - Foto: Kit Houghton/FEILondon/GBR - “Es ist noch Luft nach oben”, sagte Bundestrainer Jonny Hilberath, nachdem die letzte Mannschaftsreiterin, Helen Langehanenberg mit Damon Hill, das Viereck verlassen hatte. Die Equipe rangiert nach der ersten Mannschaftsprüfung, dem Grand Prix, mit einem Durchschnitt von 78,845 Prozent knapp hinter den Briten (79,407) und deutlich vor den Niederländern (76,809).
Bei diesen Olympischen Spielen werden die Noten nicht addiert, sondern dividiert. So ergeben sich Durchschnittswerte der drei Teamreiter. Der deutschen Mannschaft gelang mit ihrer dritten Reiterin Helen Langehanenberg und dem zwölfjährigen westfälischen Hengst Damon Hill ein glanzvoller Schlusspunkt. Mit 81,14 Prozent brachte die 30-Jährige das deutsche Team ein Stückchen näher an die favorisierten Briten heran und erzielte zudem einen neuen persönlichen Rekord. Bundestrainer Jonny Hilberath und Equipechef Klaus Röser sind voll des Lobes: „Wir können stolz sein auf diese Reiterinnen und Pferde. Die drei Mädels sind geritten, wie man es besser hätte kaum erwarten können“, so der Bundestrainer. Zuvor hatte Kristina Sprehe mit dem Hengst Desperados hervorragende 79,1119 Prozent beigesteuert. Bereits am Vortag legte Dorothee Schneider mit Diva Royal mit 76,227 den Grundstein für ein gutes Teamergebnis.
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