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Mahlows große Aufholjagd – Zweiter im Fahrcup

Geschrieben von Hansjürgen Wille am .

Gesamtsieger Steffen Engelhardt mit Ilse Frychel - Foto: Wille
Gesamtsieger Steffen Engelhardt mit Ilse Frychel - Foto: Wille

Berlin - Was bislang noch niemand geschafft hatte, das gelang dem Mecklenburger Steffen Engelhardt bei der sechsten Auflage des Fahrsport-Hallencups anlässlich der Grünen Woche unter dem Funkturm. Nach 2010 gewann der Landwirt aus der Nähe von Parchim zum zweiten Mal den aus vier Durchgängen bestehenden Zweispänner-Wettbewerb der schweren Klasse mit der Gesamtzeit von 232,86 Sekunden. Auf einen zuvor nicht erwarteten zweiten Platz kam der oftmalige Berlin-Brandenburgische Meister Siegfried Mahlow (246,83) vor Georg Plath (249,66), der von der Insel Poel angereist war. Mahlow, mit 57 Jahren der älteste aller zehn Teilnehmer aus Klein Marzehns, trumpfte vor allem am Schlusstag mit seinem Gespann Elias und Evi auf und machte als Bester noch viel Boden gut, nachdem er 24 Stunden zuvor nur als Fünfter eingekommen war. Sein Kommentar: „Ich bin selbst überrascht gewesen, wie gut es bei mir am zweiten Tag lief.“ Auf jeden Fall rettete er damit die Familienehre, denn sein Sohn Andreas, der Gesamtsieger von 2011, spielte diesmal keine Rolle und musste sich, weil ihm nicht sein bestes Gespann zur Verfügung stand, nur mit einem sechsten Rang zufrieden geben.


Dennoch reichte es für ihn und seinen Vater in der Mannschaftswertung zu einem recht beachtlichen Abschneiden. Die beiden Mahlows wurden nämlich Dritter (525,30) hinter den „Nordlichtern“ Steffen Engelhardt/Mario Schildt (491,8) und Robert Blender/Georg Plath (514,39). Parcourschef Bernhard Stubbe, nach dem Tod des Initiators Rainer Frychel erstmals für die Gesamtorganisation verantwortlich, zeigte sich ebenso erfreut über die gelungene Veranstaltung wie LPBB-Geschäftsführer Peter Fröhlich, der „großen Sport in einer kleinen Halle“ sah. Klein deshalb, weil der hintere Teil, im Gegensatz zur Hippologica, diesmal als Ausstellungsareal für Schafe, Ziegen, Kühe, Schweine und Hühner genutzt wurde und deshalb die Fahrfläche nur 38 mal 25 Meter betrug und somit besondere Anforderungen stellte.