Oberkrämer: Klares Nein zur Pferdesteuer

Die Sitzung des Hauptausschusses wurde von vielen Pferdefreudnen begleitet - Foto: Wille

Oberkrämer - Das Thema Einführung einer Pferdesteuer in Bötzow und damit in sechs weiteren Ortsteilen der Gemeinde Oberkrämer (Landkreis Oberhavel) ist vom Tisch. Der Hauptausschuss lehnte den von der Fraktion „Die Linke“ eingebrachten Antrag mit einem klaren und überzeugenden Votum von 8:1 Stimmen ab. Sehr zur Freude von mehr als hundert Pferdebesitzern, die sich am 10. Februar in dem brechend vollen Sitzungssaal des Rathauses von Eichstädt eingefunden hatten und mit lautem Beifall die vom Vorsitzenden Bernd Ostwald verkündete Entscheidung quittierten.

Sichtlich erleichtert wirkte in diesem Moment auch die Vizepräsidentin des Landesverbandes Pferdesport Berlin-Brandenburg Martina Schünemann, die gleich zum Anfang der offiziellen Bürger-Fragestunde wissen wollte, „welche Motivation und Hintergründe überhaupt eine Rolle gespielt hätten, um dieses Thema auf die Tagesordnung zu bringen. Waren sie mehr Problem bezogen oder finanzieller Art?“ Daraufhin antwortete der Bürgermeister Peter Leys, dass es seiner Meinung nach bei diesem Komplex nicht darum ging, die Kasse von Seiten der Verwaltung aufzubessern, sondern um den in Bötzow aufgetretenen Unmut von Teilen der Bevölkerung gegenüber Reitern und damit Pferdhöfen zu behandeln.

Er selbst lehne eine Pferdesteuer ab – und das taten im Verlauf einer  23-minütigen Diskussion dann auch sieben weitere Mitglieder des Ausschusses. Sie hatten ohnehin noch die gern zur Kenntnis genommenen Worte von Martina Schünemann im Ohr, die den Vorschlag unterbreitete, dass sich in naher Zukunft der Landesverband mit den Reitern und Pferdebesitzern auf der einen sowie den betroffenen, sprich verärgerten Anwohnern auf der anderen Seite zusammensetzen will, um konstruktiv nach einer für alle zufrieden stellenden Lösung zu suchen. Wobei es in erster Linie dabei um mehr Rücksichtnahme und die Sauberhaltung von Wegen und Straßen geht.

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von Redaktion

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