Drucken

Einfach gigantisch: Titanen der Rennbahn 2010 in Brück

 

Brück - Weit über 20 000 begeisterte Zuschauer bei den 9.Titanen der Rennbahn, Europas einzigartige Kaltblutschau. Einmalige Präsentation von 56 historischen Feuerwehrgespannen,  Postkutsche mit 14 Stuten und Fohlen und ein atemberaubender römischer Kampfwagen mit zwölf rasanten Schwergewichten waren die Höhepunkte des zweitätigen Kaltblutvolksfestes. Über 300 Kaltblüter und 150 Gespanne aus fünf Nationen maßen sich im sportlichen Wettbewerb.



Der Jubel nahm kein Ende, als Titanenveranstalter Thomas Haseloff seine zwölf Rheinisch-Deutschen Kaltblüter vor dem römischen Kampfwagen im kontrollierten Galopp um die Bahn jagte. So etwas hatte es bisher auf keiner vergleichbaren Veranstaltung gegeben. Zuvor war der fünfjährige Belgische Wallach Hans als stärkstes Kaltblut Brandenburgs mit großem Lorbeerkranz gekrönt worden. Damit siegte Holzrücker Jens Fangerow aus Prenzlau nun schon zum vierten Mal. Ganz still wurde es Stunden zuvor,als die große gelbe Postkutsche in die Arena fuhr, gezogen von 14 Stuten und ihren nebenher gehenden Fohlen. Genau genommen trabten 42 Pferde vor dem historischen Wagen, da alle Stuten tragend waren. Ein Bild wie in einem Film boten am ersten Titanentag 56 historische Feuerwehren. Auf Kommando Schlauch Marsch zeigten sie mit viel Können und Humor, wie zu Urgroßvaters Zeiten gelöscht wurde. Publikum und Fachleute waren sich einig, dass es so eine Präsentation noch nie gegeben hat. Anfänglich war die Idee, historische  Feuerlöscher zum diesjährigen Highlight zu mache, von den Freiwilligen Feuerwehren mit viel Skepsis und Distanz aufgenommen worden. Aber letztlich sprühten alle vor Feuereifer und suchten nach alten Vehikeln in Scheunen und Abstellkammern. Die beiden ersten Tombolapreise, ein Kaltblutfohlen und ein Kaltblutjährling gingen nach Bad Münster in der Eifel und nach Frauenreuth bei Senftenberg. Auch die Sonne spielte zwei Tage hervorragend mit. Selbst das WM-Fußballspiel Deutschland - England konnte die Zuschauer nicht vom Kommen abhalten. Kaltblüter sind für viele die nostalgischen, dicken Brauerei- und Landwirtschaftspferde. Sehen, Staunen und Anfassen war deshalb angesagt auf den voll besetzten Tribünen und auf den weitläufigen zehn Hektargeländen mit über 100 Markständen und einem bunten, großen Kinderspielplatz. Burkhard und Thomas Haseloff konnten zum Schluss glücklich, aber etwas erschöpf, nur noch sagen: "Alles super gelaufen!"