Gutes Niveau beim Beerbaum-Preis-Finale

Münchehofe - Eine Veranstaltung mit vielen Facetten bildete das zweitägige Turnier im Reitrevier Münchehofe, in dessen Mittelpunkt allerdings das Finale um den Ludger-Beerbaum-Preis stand. Landestrainer Bernd Peters strahlte über das recht erfreuliche Niveau („Unser Nachwuchs macht sich, da ist mir nicht bange“), bedauerte aber andererseits, dass nicht alle der Qualifizierten ihre Chance wahrnahmen. Die jeweils besten Fünf aus den drei Kategorien A, L und M werden nun zum am 13. April an gleicher Stelle stattfindenden Trainingstag eingeladen, den, wie schon im vorigen Jahr, Thomas Stiller in Vertretung des Namensgebers abhält.


Der vierfache Olympiasieger aus Riesenbeck kann wegen seiner derzeit vielen Starverpflichtungen und einer gezielten Vorbereitung auf die Sommerspiele in Rio den Termin selbst nicht wahrnehmen, unterstützt aber nach wie vor den vom LPBB und „Förderverein der Freunde des Reit- und Fahrsports in Berlin und Brandenburg“ unter Vorsitz von Andreas Fettchenhauer durchgeführten Wettbewerb. Um aber seine Verbundenheit zu dokumentieren stiftete Beerbaum für die Sieger eine Jacke, während alle anderen ein von ihm signiertes Basecap erhielten. Eine schöne Geste, die Parcourschef Wolfgang Meyer beim Turnier in Leipzig eingefädelt hatte.

Äußerst spannend ging es in der Springprüfung der Klasse M* mit Stechen zu, wo die ersten Drei fehlerlos blieben. Es siegte Pia Janecke (21) vom RFV Ravensberge auf Chili dank der schnellsten Zeit von 37,80 Sekunden vor der zehn Jahre jüngeren Charlotte Höing (RFV Schenkenhorst) auf Cibelle (38,61) und Anna Jurisch, ebenfalls Ravensberge, auf Caspar’s Quick Star (38,84).

In der am stärksten besetzten Klasse L mit Stechen kamen ebenfalls Drei ohne Abwurf ins Ziel. Hier erwies sich die in Paretz zur Schule gehende und für den RV Kuhdamm startende Jentien Heimbach auf Escade (33,04 Sekunden) als die Beste vor Anna Jurisch auf Caspar’s Quick Star (33,91) und dem Schwanebecker Moritz Philipps auf So Special (37,40).

Einigen Unmut gab es in der Stilspringprüfung der Klasse A** mit anschließendem Stechen. Der Grund: Die Siegerin Lea Weberbauer (RSG Alt-Lübars) ritt mit der Neuerwerbung Charleth ein Pferd, das zuvor nicht, wie im Reglement vorgesehen, an zwei der erforderlichen Qualifikationen teilgenommen hatte. Dazu erklärte Trainerin Andrea Freye: „Wir hatten Dispense von der Landeskommission, weil Leas Pony Vivus wegen einer Verletzung nicht zur Verfügung stand.“ Andere sahen das anders, so auch Bernd Peters, und beriefen sich auf die Ausschreibung, die einzuhalten sei. Schließlich kam nach Rücksprache mit dem LK-Vorsitzenden Helmut Kannengießer, dem LK-Beauftragten vor Ort Thomas Kriewens und LPBB-Geschäftsführer Peter Fröhlich ein salomonisches und durch die LPO sanktioniertes Urteil zustande, wonach die Zweitplatzierte Julia Kuschel (RC Groß Kölzig) auf Baleri dann ebenfalls als Erste in der Ergebnisliste geführt wird. Neue Zweite Alexandra Jahn (RFV Wulkow) auf Mister M vor Anna Jurisch, die hier Questo Vincitore gesattelt hatte.

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von Redaktion

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