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Pferdesteuer – alte Argumente neu aufgetischt

Am Stammtisch von „Antenne Brandenburg“ wurde die Frage „Braucht Brandenburg eine Pferdesteuer?“ diskutiert. - Foto: Wille

Bergholz-Rehbrücke - Viele glaubten, das vor zwei Jahren hochgekommene und heiß diskutierte Thema sei längst zu den Akten gelegt worden. Doch dem scheint nicht so. Anders ist jedenfalls nicht zu erklären, weshalb Ende November die „Antenne Brandenburg“ zu einer Stammtischsendung mit der Frage „Braucht Brandenburg eine Pferdesteuer?“ einlud. Der kleine Konferenzsaal im Institut für Getreideverarbeitung in Bergholz-Rehbrücke war bis auf den letzten Platz gefüllt, als sich Befürworter und Gegner ihre Wortduelle lieferten.

Doch sehr schnell stellte sich heraus, dass nur die alt bekannten Argumente wiederholt und neu zur Sprache kamen und dass es gar nicht so sehr um die Pferdesteuer ging, sondern um vorhandene Konflikte, die  sich zwischen Reitern und Pferdehof-Besitzern sowie genervten und verärgerten Bürgern ergeben.

Die Moderatorin Catarina Zanner versuchte mit ihren vier Podiumsgästen, den beiden Bürgermeistern Bodo Oehme (Schönwalde/Glien) und Ute Hustig ((Nuthetal) sowie Mirjam Deponte (Pro Agro) und Nina Binder (VFD Berlin Brandenburg), auszuloten, wo denn in Wirklichkeit die Probleme liegen. In Kurzform die schon so oft gehörten Schlagworte, die einmal mehr ins Feld geführt wurden: Einerseits nicht weggeräumte Pferdeäpfel, zertretene Wege, unvernünftige, rücksichtlose Reiter, andererseits Lebensfreude mit dem Pferd, Wirtschaftlichkeit, Tourismus, Arbeitplätze.

Am Schluss der sachlich geführten, rund 75-minütigen Debatte, die über Facebook live übertragen wurde, herrschte dann bei allen Beteiligten weitgehend Einigkeit, was Martina Schünemann, die engagierte Vizepräsidentin des Berlin-Brandenburgischen Landesverbandes, wie folgt zusammenfasste: „Wir müssen den Dialog verstärken, mit einander reden, lernen zuzuhören und letztendlich gemeinsam nach Lösungen suchen.“
 


HAWI

 

 

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