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WEG 2014: Zwei Deutsche Sportpferde übernehmen Spitze in der Vielseitigkeit

William Fox-Pitt auf Chilli Morning - Foto: Trevor Holt/FEI

Argentan/FRA - Bei den Weltmeisterschaften im französischen Nationalgestüt Haras de Pin hat der britische Vielseitigkeitsreiter William Fox-Pitt auf Chilli Morning nach dem ersten Dressurtag die Führung übernommen. Der von Rainer Schicketanz (Neustadt/Dosse) in Brandenburg-Anhalt gezogene gekörte Hengst stammt ab vom Englischen Vollblüter Phantomic xx aus einer Mutter von Kolibri.

Das Paar startet am Samstag mit dem bisherigen Bestergebnis von 37,3 Minuspunkten in das Gelände. Direkt hinter ihnen rangiert Titelverteidiger Michael Jung (Horb) mit einem weiteren Deutschen Sportpferd. Jung ging am Morgen als erster deutscher Starter mit fischerRocana FST ins Viereck und erzielte 40,7 Minuspunkte. Sie stammt vom Vollblüter Ituango xx aus einer Mutter v. Carismo ab und wurde von Mirko Glotz im sächsischen Schönberg gezogen.

Zufrieden mit seiner Leistung war auch Michael Jung, der wie 2009 bei den EM in Fontainebleau den Pathfinder für das deutsche Vielseitigkeitsteam gespielt hatte. "Es war eine tolle Dressur", sagte er. Mit dem Boden sei die Stute gut zurechtgekommen, obwohl die Plätze an den Stallzelten besser seien als vor allem der letzte Vorbereitungsplatz vor dem Dressurstadion. "Die Stute ist ein bisschen 'bodenguckig', hat sich aber schnell daran gewöhnt." Noch ist allerdings nichts entschieden, Morgen geht die zweite Hälfte der insgesamt 91 Reiter aus 27 Nationen in der Dressur an den Start. Am Samstag steht dann das Gelände auf dem Programm, das durchweg von allen als schwer eingestuft wird.


Schwarzer Tag für die deutschen Distanzreiter

Für die deutschen Distanzreiter endete die Weltmeisterschaft rund um das kleine Normandie-Dorf Sartilly mit einer Enttäuschung. Bereits nach dem zweiten Loop (Streckenabschnitt) der insgesamt 160 Kilometer waren vier der fünf Teammitglieder nicht mehr im Wettbewerb. Einzig Melanie Arnold hielt etwas länger durch. Sie gab nach der dritten Schleife auf. Ein Pferd aus Costa Rica überlebte nicht, es rannte vor einen Baum und brach sich das Genick. Schon ganz früh war der Wettkampf für den Neuling im deutschen Distanzteam, Jenny Stemmler aus Potsdam, beendet. Die 32-jährige gebürtige Bayerin konnte den ersten Streckenabschnitt nicht beenden, weil sich ihre Stute Radja d’Aurabelle vertreten hatte und lahm ging. Das Pferd wurde mit dem Pferdehänger abgeholt.

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